Küssen, die schönste Nebensache der Welt…

Wer kennt es nicht – die frisch Verliebten Pärchen beim Abschied am Bahnhof, die händchenhaltenden Mit-Siebziger im Park, die Freunde, die sich lange nicht gesehen haben – alle haben eins gemeinsam – sie drücken ihre Zuneigung durch Küsse aus. Egal ob ein freundschaftlicher Schmatzer auf die Wange oder ein leidenschaftlicher Zungenkuss- die Berührung lässt gute Laune in uns aufsteigen, wir strahlen und sehen die Welt mit anderen Augen.

Dass Küssen mehr ist als nur eine Bekundung von Liebe und Freundschaft, zeigen viele Studien. Küssen gilt als Mundsport, Krankheitsabwehr, Anti-Depressiva und Entspannungstechnik.

Wie entstand eigentlich das Küssen?

Verhaltensforscher mutmaßen, dass der Ursprung des Küssens in der Partnerauswahl zu finden ist. Dies erscheint naheliegend, laufen doch in unserem Gesicht alle Sinnesorgane zusammen, die für den „Partnercheck“ nötig sind. Je dichter die Köpfe einander begegnen, desto intensiver nehmen wir den potentiellen Partner wahr- durch Sehen, Hören, Riechen, Tasten und eben auch Schmecken. Insbesondere der Geruch gibt Aussage über die Beschaffenheit des Gegenübers zur potentiellen Fortpflanzung- da sind wir unseren Vorfahren der Tierwelt doch noch immer sehr ähnlich.

Vor diesem Hintergrund wird umso deutlicher, dass Küssen nicht nur zu den intensivsten zwischenmenschlichen Interaktionen gehört, sondern auch großen Einfluss auf unseren Körper im Allgemeinen hat. Physische Reaktionen beim Küssen kann man gemeinhin in 6 Kategorien unterteilen: Stärkung des Immunsystems, Erhöhung der Leistungsfähigkeit, Verbesserung des Gemütszustandes, Abbau von Stress, Steigerung des Kalorienverbrauchs und Straffung der Haut.

Wie hängt das eine nun mit dem anderen zusammen?

Durch das Küssen werden Millionen von Bakterien ausgetauscht- im ersten Moment wenig romantisch. Im Hinblick auf unser Immunsystem jedoch die beste natürliche Abwehr überhaupt. Die Bakterien im Speichel des Partners gelangen in unseren Körper. Ungebetene Gäste werden durch das körpereigene Abwehrsystem schnell von dannen gejagt. Die Aktivität des Immunsystems steigt und hilft dadurch gleichzeitig, auch andere Angreifer abzuwehren.

Kardiologen belegen desweiteren, dass Küssen einen positiven Einfluss auf die Herzleistung hat. Durch die Erhöhung der Schlagfrequenz wird das Herz-Kreislauf-System angeregt, d.h. unser Kreislauf kommt in Schwung, die Durchblutung steigt und das Herzinfarkt- sowie Schlaganfallrisiko sinkt.

Mit dem Küssen ist es zudem, wie mit einem sonnigen Tag nach langen Wintermonaten-Glückshormone (Serotonin und Endorphine) machen sich im ganzen Körper breit und verbessern unsere Laune deutlich. Glücklich sein, kann so einfach sein…

Wer es wieder einmal nicht rechtzeitig aus dem Büro zum Yogakurs schafft, um Stress abzubauen, kann es auch mit Küssen probieren. Neben den Glückshormonen für die gute Laune spielen nämlich auch die Hormone Adrenalin und Dopamin eine Rolle. Sie regeln die Schmerzempfindung und wirken der Ausschüttung des „Hormongegners“ Kortisol (verantwortlich für Stress) entgegen.

Last but not least hilft Küssen Kalorien zu verbrennen und Muskeln zu aktivieren, die unsere Haut straffen und Schönheit versprechen. Wer hat es gedacht? Beim Küssen sind über 30 Gesichtsmuskeln im Einsatz, die eine gute Ergänzung zum täglichen Fitnessprogramm sind.

Also, nichts wie los und dem Partner mal wieder aus heiterem Himmel die Zuneigung schenken, die er verdient hat. Ihr werdet sehen- euer Herzschlag erhöht sich und Freude macht sich breit.

Viel Spass!

Küssen steigert unsere Herzleistung.

Wissenschaftler beweisen es immer wieder: Küssen steigert unsere Herzleistung.

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