Jährlich erkranken 12 Millionen Menschen an Krebs und die Zahl steigt rasant an. Zeit, etwas zu tun – sich zu informieren, aktiv zu werden und sich sowie andere zu schützen. Am Weltkrebstag steht einmal mehr die Gesundheit im Fokus. Was dieser Tag bewirken soll und wie Sport vorbeugend wirkt, erläutern wir in unserem heutigen Blogartikel.

Ein Welttag für alle – ob gesund oder krank

Der Welttag des Krebses wurde vor 10 Jahren ins Leben gerufen und wird immer am 4. Februar mit dem Ziel begangen, die Menschen (betroffen oder nicht) über das sensible Thema Krebs zu informieren. Insbesondere die Themen Risikovermeidung, Früherkennung und Unterstützungsmaßnahmen stehen im Vordergrund. 2016 bis 2018 stehen die Welttage unter dem Motto „Wir können. Ich kann“. Der Spruch macht offensichtlich, dass jeder Einzelne helfen kann, aber auch die Gemeinsacht eine wichtige Rolle in der Aufklärung spielt. Zu den Leitlinien dieses Mottos zählen (frei übersetzt) z. B.

  • Engagiere dich und inspiriere andere!
  • Lebe gesund und schaffe einen gesunden Lebensraum für andere!
  • Beuge vor!
  • Nimm Risiken wahr!
  • Erkenne, dass Prävention wichtig ist!
  • Unterstütze andere und frage selbst nach Unterstützung!

Gemeinsam gegen die steigende Zahl der Erkrankungen

Allein in Deutschland erkranken laut Aussage des statistischen Bundesamtes sowie des Robert Koch Institutes mehr als 500.000 Menschen jährlich an Krebs; knapp die Hälfte stirbt. Weltweit beläuft sich die Zahl auf mehr als 12 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr und 7,6 Millionen Sterbende. Diese Zahlen sind immens hoch und werden Prognosen zu Folge zukünftig mehr als verdoppelt. 2030 wird es laut Hochrechnung 26 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr geben. 17 Millionen Krebspatienten werden jährlich sterben. Erschreckende Zahlen!

Krebs tritt an 2. Stelle der häufigsten Todesursachen. Mehr Todesfälle gibt es nur durch Herz-Kreislauferkrankungen. Bei Männern dominiert Prostatakrebs bei den Krebsneuerkrankungen. Dieser ist die dritthäufigste Todesursache für deutsche Männer.
1 von 8 Frauen in Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Ebenso wie der Prostatakrebst zählt der Brustkrebs bei Frauen damit zu den häufigsten Todesursachen im Fall des Krebses. Bei Kindern zählen wir in Deutschland 1.800 Neuerkrankungen pro Jahr. Mit einem Drittel ist Leukämie die häufigste Form.

DKMS gegen Krebs

Kampagne der DKMS

Leukämie ist eine Form des Blutkrebses. In Deutschland versucht die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) immer und immer wieder die Spenderdatei zu vergrößern. Aktuell sind ca. 5 Millionen Menschen registriert, doch dies ist nichts gegen die ergreifende Zahl „16“. Denn, so heißt es auf der Webseite, es erkrankt in Deutschland alle 16 Minuten ein Mensch an Blutkrebs.

Ich selbst trage meinen Spenderausweis seit Jahren täglich in der Tasche. Bisher konnte ich niemandem das Leben retten – aber es ist ein gutes Gefühl, zumindest die Möglichkeit dazu zu bieten. Schließlich kann es jeden treffen!
Alle Infos zum Spenden finden sich unter www.dkms.de .

Krebszellen zerstören den Körper

Doch wie kommt es dazu, dass scheinbar immer mehr Kinder und Erwachsene an Krebs erkranken? Sobald sich bestimmte Genabschnitte durch Faktoren verändern und nicht mehr reparabel sind, entstehen Krebszellen. Dies bedeutet, dass die Erbinformation geschädigt wurde und durch die Selbststimulation eine fortschreitende Teilung der Krebszellen einsetzt.
Eine körpereigene „Reparatur“ funktioniert umso besser, je jünger man ist. Das mittlere Erkrankungsalter bei Krebspatienten liegt bei 69 Jahren.
Zu oben angesprochenen Faktoren zählen durchaus bekannte Themen: UV-Strahlung, Tabak- und Alkoholkonsum, sonstige Chemikalien und chronischen Infektionen. Das Risiko der Vererbung von Krebs liegt durchaus sehr hoch: bei bis zu 10%.

Einmal an Krebs erkrankt, ist es stark abhängig vom Zeitpunkt der Diagnose, der Therapieform und dem Voranschreiten der Krankheit, wie sich die Zellen im Körper ausbreiten. Sie haben prinzipiell die Eigenschaft, sich in Nachbargewebe einzunisten, aber auch in entfernten Geweben Geschwülste zu bilden. Nähquelle für das Wachstum bietet das eigene Blut.

Mit Sport und gesunder Ernährung die Risiken minimieren

Um dem Risiko, an Krebs zu erkranken, entgegenzuwirken, kann man die o.g. Faktoren vermeiden, d.h. sich gesund ernähren, ausreichend bewegen, nicht rauchen oder trinken, sich nur unter genauer Kenntnis der UV-Strahlung aussetzen und auf Früherkennung setzen. Die Krankenkassen weiteten nicht zuletzt am Jahresanfang ihre Zuwendungen pro Versicherten aus, um eben solche Präventionsmaßnahmen (in Form von Untersuchungen, Gesundheitskursen, Seminaren u.ä.) zu fördern.

Auch im Fernsehen wird mittlerweile dank prominenter Unterstützung für Prävention geworben. Die Krebshilfe präsentiert entsprechende Spots auf ihrer Internetseite. Hier werden zudem verschiedene Präventionsmaßnahmen eingehender vorgestellt.

Alle Infos zum Welttag des Krebses finden sich auch auf der offiziellen Seite sowie bei diversen Organisationen, z.B. der Deutschen Krebshilfe oder dem Deutschen Krebsforschungszentrum.

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